Februar 6

Waben einschmelzen und Wachs klären

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Heute war ein idealer Tag, um die „alten“ Waben einzuschmelzen. So richtig alt waren die Waben zwar nicht, aber notwendig war es trotzdem.

Die Waben, der heute eingeschmolzen wurden, waren bisher nur in den Honigräumen. Sind also eigentlich jungfräulich. Allerdings hat sich wohl eine schon bebrütete Wabe eingeschlichen. Eine andere Erklärung für den starken Befall von Wachsmotten kann ich mir sonst nämlich nicht erklären.

Waben einschmelzen

Wachsmotte

Die Wachsmotte ist ein Schmetterling. Die Larven ernähren sich von den Larvenhäuten und dem Larvenkot auf bebrüteten Waben. Dadurch zerstören sie natürlich die Waben. Aus diesem Grund sollten die Waben luftig und hell gelagert werden. Normalerweise befallen die Wachsmotten nur bebrütete Waben, aus diesem Grund sollten nur unbebrütete Waben aufbewahrt werden.
Die Wachsmotte hat in der Natur, wie so vieles, einen Nutzen. Verlassene von Wildbienen errichtete Nester werden von der Motte komplett zerstört. So ist der Platz wieder frei für ein anderes Bienenvolk.

Die befallenen Waben hab ich schon vor einiger Zeit in Müllsäcke verpackt und bis jetzt gelagert. Da Temperaturen unter -10 °C dabei waren, wurden die Motten, die Eier und alle Larvenstadien abgetötet. Leider haben die sich nicht auch noch in Luft aufgelöst. Die schwammen etwas unappetitlich in dem warmen Wachs umher.

Das Wachs wird übrigens in einem Topf mit Wasser (Trennmittel) erhitzt. Danach wird es durch eine alte Strumpfhose, alte T-Shirts, Leintücher oder Ähnliches gefiltert. Ich habe diesen Vorgang mehrmals wiederholt.

Wachsmotten Trester

Ein Wachs ohne irgendwelche Fremdstoffe ist besonders zum herstellen von Bienenwachskerzen notwendig. Wenn zu viele Schwebstoffe enthalten sind, dann setzt sich der Docht später zu und die Kerze brennt einfach nicht. Außerdem sieht es natürlich viel schöner aus.

kleiner Wachsblock

Grundsätzlich könnte man das Wachs auch im Kübel lassen und abkühlen lassen. So hätte man einen schönen großen Wachsblock. Allerdings ist so ein großer Wachsblock unhandlich und unpraktisch.

Vor allen Dingen dann, wenn später wieder eingeschmolzen wird. Deswegen hab ich mir kleine Förmchen (Eisbecher) aufgehoben, in die das Wachs gegossen wird. So habe ich handliche Stücke, die sich auch schneller wieder einschmelzen lassen.

Das Wachs wird dazu noch 12 Stunden bei 75 – 80 °C auf Temperatur gehalten. Dann sinken auch die restlichen Schwebestoffe nach unten und es kann von oben abgeschöpft werden. Da ich die ganze Prozedur das erste Mal mache, bin ich schon auf das Ergebnis gespannt.

Nebenher konnte ich heute noch die Bienen beobachten, die bei frühlingshaften Temperaturen fleißig Pollen gesammelt haben.

Jetzt muss ich nur noch meine Bienenfluchten bauen und dann kann das Frühjahr kommen. Aber dazu gibt es natürlich auch einen Beitrag.


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bienenwachs


Jochen

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Hi, ich bin Jochen und helfe angehenden Imkern mit meinem Blog "Let it Bee - Geschichten eines Imkers" bei den verschiedensten Fragen zur Imkerei.

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