Mai 3

Buchrezension: Die Intelligenz der Bienen von Randolf Menzel und Matthias Eckoldt

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Als Jungimker beschäftigt man sich ja intensiv mit den Bienen. Dazu gehört auch Literatur.

Im Internet gibt es zwar genügend Blogs und Foren, die sich mit dem Thema beschäftigten, doch muss man sich oft alles mühsam zusammen suchen. Aus diesem Grund lese ich ganz gerne auch mal ein Buch.

Damit kann man auch prima neben die Bienenvölker sitzen. Beim Laptop blendet ja meist die Sonne. Aber nun zum eigentlichen Thema dem Buch: Die Intelligenz der Bienen mit dem spannenden Untertitel „Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können“.

Das Buch ist im Knaus Verlag erschienen und wurde mir freundlicherweise von der Verlagsgruppe Randomhouse zur Verfügung gestellt.

Von Randolf Menzel, einem der Autoren, hab ich schon öfters in diversen Fachzeitschriften gelesen. Matthias Eckoldt hingegen war mir bis dahin völlig unbekannt. Dieser hatte die Aufgabe das Buch allgemein verständlich aufzubereiten, was er gut hinbekommen hat.

Inhalt

Das Buch ist in 6 große Kapitel gegliedert:

  1. Kapitel – Annäherung. Wie man mit Bienen ins Gespräch kommt
  2. Kapitel – Einblicke ins Bienengehirn, oder der andere Weg zur Intelligenz
  3. Kapitel – Was wir über die 7 Sinne der Bienen wissen
  4. Kapitel – Lernen und Gedächtnis – zwei Seiten einer Medaille
  5. Kapitel – Superorganismus Bienenvolk: Wie sich Bienen verständigen, orientieren und organisieren
  6. Kapitel – Biene und Umwelt

Wer einen Blick ins Buch werfen möchte kann dies natürlich tun:

Das komplette Inhaltsverzeichnis sowie die ersten Seiten können dort durchgeblättert werden.

Soweit zu den Informationen, die man überall bekommt. Nun zu meiner Meinung.

Mein Honig Senf dazu

Es ist nicht wie ein reines Sachbuch aufgebaut, sondern eher eine Mischung aus Biografie, Krimi und Sachbuch. Krimi deswegen weil es sich schon spannend liest wie Randolf Menzel zu seinen Studienergebnissen kam und welche Hürden er oft zu meistern hatte.

Ich hatte echt Schwierigkeiten das Buch in einem Rutsch durchzulesen, was mir sonst bei solchen Themen nicht schwerfällt.

Das lag nicht etwa daran das es nicht interessant und verständlich geschrieben wurde.

Nein.

Viel mehr hat es mich immer wieder zum Nachdenken über die Bienen und ihre Verhaltensweisen angeregt.

Die Erkenntnisse über den Schwänzeltanz und die Navigation der Bienen haben mich dabei besonders fasziniert. Aber auch, dass die Sonne grün ist und wie die Bienen auf Pflanzenschutzmittel reagieren.

Unterm Strich kommt immer wieder hervor, dass wir die Intelligenz der Bienen massig unterschätzen. Es sind nicht nur Insekten, es sind Lebewesen die sich in einem Superorganismus organisieren und erstaunliches leisten.

Fazit

Für Imker die ihr Hobby bzw. ihren Beruf ernst nehmen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine Pflichtlektüre. Es fasst die Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte zusammen und deckt auch falsche Annahmen über die Bienen auf.

Aber auch allen anderen kann ich dieses Buch ans Herz legen. Es schadet bestimmt nicht, wenn man sich über eines der wichtigsten Tiere für unseren Planeten, mehr Wissen aneignet.

Wer noch Fragen zum Buch hat oder es bei einem Kaffee und Besichtigung der Bienen mal anschauen möchte, kann sich gerne melden.

Bezugsquellen:

Bei Amazon (Ref Link)


Tags

intelligenz, navigation, pilzkörper, schwänzeltanz


Jochen

Über den Autor

Hi, ich bin Jochen und helfe angehenden Imkern mit meinem Blog "Let it Bee - Geschichten eines Imkers" bei den verschiedensten Fragen zur Imkerei.

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  • Obwohl ich mich nie sonderlich für Bienen interessiert habe, vom Genuss des Honigs einmal abgesehen, wurde ich doch neugierig, als ich durch Zufall von diesem Buch erfuhr. Die Bienen sollen eine Intelligenz besitzen? Darüber wollte ich mehr erfahren und habe gleich das Buch für eine Besprechung angefordert. Es grenzt schon teilweise an ein Fachbuch, doch wegen der vielen biographischen Einschübe ist es ein sehr empfehlenswertes Sachbuch.

    • Das Buch liest sich wirklich sehr spannend und ich schlage hin und wieder auch etwas darin nach. In meinen Büchern sind bei den für mich interessanten Stellen Marker eingeklebt.

  • Es hochinteressant, etwas darüber zu erfahren, was in dem kleinen Bienengehirn vor sich geht. Aber leider ist das Buch nur etwas für Theoretiker. Für Praktiker ist es nicht geeignet, weil es in der ersten Hälfte hochwissenschaftlich ist. Wenn man ein Kapitel gelesen hat, fragt man sich, was eigentlich hängen geblieben ist. Auf meine Kritik hat der Professor leider nicht geantwortet.

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