Mai 23

PR-Aktion von Penny zum Thema Bienensterben – Ein paar Gedanken dazu

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Mit einer PR-Aktion hat ein Penny Markt in Langenhagen auf das Bienensterben aufmerksam gemacht. Schöne Sache, oder nur günstiges Marketing für Penny?

Das Insektensterben lässt sich ja nicht mehr leugnen. Genügend Untersuchungen gibt es inzwischen dazu. Es war nur eine Frage der Zeit bis irgendjemand das für eine PR-Aktion nutzt.

Die Werbung für Penny ist sicherlich um vieles wertvoller als die paar Stunden der Aktion einbußen gebracht haben.

Meiner Meinung nach hat die Aktion aber nichts gebracht. Denn schon eine Woche danach ist es in unserer schnellen Zeit in Vergessenheit geraten.

Das Verhalten der Verbraucher wird sich nicht ändern und es werden auch nicht mehr blühende Flächen angepflanzt werden.

Gründe für das Insektensterben

Mit der Aktion hat Penny nur auf die Symptome hingewiesen. Die Ursachen wurde aber so nicht in den Köpfen verankert. Erinnert mich an manche Ärzte, welche nach der “Dawos” Methode praktizieren (nur dort behandeln wo es weh tut).

Daher eine Auflistung der Ursachen für das Insektensterben (meiner Meinung nach):

  • Insektizide jeglicher Art
  • Versiegelung von Flächen
  • Monokultur (nachdem der Raps verblüht ist, gibt es nicht mehr viel für die Bienen)
  • die industrielle und konventionelle Landwirtschaft
  • Klimawandel
  • der Geiz der Verbraucher
  • die Faulheit der Verbraucher
  • die Unfähigkeit der Politik dagegen etwas zu unternehmen

Sicherlich gibt es noch weitere bekannte und auch unbekannte Ursachen. Diese erachte ich jedoch für besonders schädigend.

Was kann jeder tun?

Wirklich jeder kann etwas gegen das Insektensterben unternehmen. Selbst in Mietswohnungen können oft Blühflächen geschaffen werden. Selbst wenn es nur ein Balkonkasten ist.

Dabei sollte aber darauf geachtet werden das auch Regionales auf den Boden abgestimmtes Saatgut verwendet wird. Viele im Handel erhältliche Saatgutmischungen für Bienen und Insekten sind schlichtweg schrott. Sie enthalten gebietsfremde und ungeeignete Pflanzen.

Wer einen Garten besitzt sollte darauf achten das möglichst das ganze Jahr etwas blüht.

Auf industriell verarbeiteten Honig sollte grundsätzlich verzichtet werden. Geht lieber zum regionalen Imker und unterstützt diesen.

Weitere Ideen die jeder umsetzen kann:

  • Verzicht auf Insektizide und Unkrautvernichtungsmittel
  • regionale Bio Lebensmittel bevorzugen
  • Insektenhotels aufstellen
  • Verzicht auf nächtliche Beleuchtung im Garten (vor allem runde Kugeln sind problematisch)
  • Nachbarn die überhaupt nichts angepflanzt haben auf die Problematik hinweisen
  • uvm…

Fazit

Gerade Discounter sollten eigentlich keine Werbung mit dem Bienensterben machen. Auf Grund der Preispolitik sind genau die nämlich mit Schuld am Bienensterben. Deutlich sieht man das im Honigregal. Dort gibt es ein Glas Honig bereits unter 3 Euro. Natürlich aus Nicht-EU Ländern.

Gleich verhält es sich mit der Pampe von Langnase. Dieser bleibt extra lang flüssig weil alle wichtigen Inhaltsstoffe (Enzyme, Pollen) fein ausfiltriert wurden. Da kann man sich gleich selbst Honig aus Zucker herstellen.

Was haltet ihr von der PR-Aktion von Penny und was macht ihr aktiv gegen das Insektensterben?

 


Tags

bienensterben, discounter, penny, praktion


Jochen

Über den Autor

Hi, ich bin Jochen und helfe angehenden Imkern mit meinem Blog "Let it Bee - Geschichten eines Imkers" bei den verschiedensten Fragen zur Imkerei.

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